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Ein Quantensprung im Entgraten: Trockeneisstrahlen sichert die Zukunft medizinischer Implantate

Ein Quantensprung im Entgraten: Trockeneisstrahlen sichert die Zukunft medizinischer Implantate. Diese nicht-abrasive Methode perfektioniert orthopädische Implantate, medizinische Gerätekomponenten und 3D-gedruckte Implantate. Makellose Präzision ohne Rückstände – ein Muss in der Medizintechnik!

Cold Jet GmbH
Weinsheim, Deutschland

In der anspruchsvollen Welt der Medizintechnik sind höchste Qualitätsstandards nicht nur wünschenswert, sondern absolut entscheidend. Insbesondere bei der Herstellung von orthopädischen Implantaten, medizinischen Gerätekomponenten und 3D-gedruckten medizinischen Implantaten ist das Entgraten ein kritischer Schritt, der absolute Präzision und Oberflächenintegrität erfordert. Hier bietet das Trockeneisstrahlen eine innovative und nicht-abrasive Lösung, die traditionelle Methoden in den Schatten stellt.


Was ist Trockeneisstrahlen und warum ist es ideal für die Medizintechnik?

Trockeneisstrahlen nutzt festes Kohlenstoffdioxid (Trockeneis), das unter Hochdruck auf die zu bearbeitende Oberfläche gestrahlt wird. Bei Kontakt sublimiert das Trockeneis sofort, das heißt, es geht direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Das Besondere daran: Es bleiben keine Rückstände auf den behandelten Teilen zurück. Dieser rückstandsfreie Prozess, kombiniert mit der nicht-abrasiven Natur des Trockeneisstrahlens, macht es zur idealen Methode für sensible medizinische Anwendungen.


Präzision für orthopädische Implantate: Kein Platz für Grate

Orthopädische Implantate, wie Knie- oder Hüftprothesen, müssen perfekt gefertigt sein, um im menschlichen Körper optimal zu funktionieren und keine Komplikationen zu verursachen. Selbst kleinste Grate können hier zu Problemen führen, von reduziertem Tragekomfort bis hin zu Materialermüdung oder Entzündungen.

Das Trockeneisstrahlen ermöglicht eine schonende und dennoch hochwirksame Entgratung dieser komplexen Teile. Es entfernt präzise unerwünschte Materialreste, ohne die empfindliche Oberflächenbeschaffenheit oder die exakten Geometrien des Implantats zu beeinträchtigen. Hersteller profitieren von verkürzten Nachbearbeitungszeiten und einer konsistent hohen Qualität, die manuelles Entgraten kaum erreichen kann.

Entgratung von Wirbelsäulenimplantaten mit Trockeneisstrahlen


Medizinische Gerätekomponenten: Komplexität trifft auf Sauberkeit

Von chirurgischen Instrumenten über Katheterspitzen bis hin zu komplexen Verteilern – medizinische Gerätekomponenten erfordern oft mikrofeine Strukturen und enge Toleranzen. Herkömmliche Entgratungsmethoden können hier schnell an ihre Grenzen stoßen, indem sie die winzigen Details beschädigen oder abrasive Rückstände hinterlassen, die eine Kreuzkontamination riskieren.

Mit Trockeneisstrahlen lassen sich selbst komplizierte innere Kanäle und schwer zugängliche Bereiche präzise entgraten und reinigen. Die Methode ist so fein steuerbar, dass sie selbst empfindlichste Komponenten aus Materialien wie PEEK, Nylon oder Edelstahl makellos bearbeitet, ohne die Funktionsfähigkeit zu beeinträchtigen. Kein Einschluss von Medien bedeutet maximale Sicherheit und Reinheit.

Entgraten medizinischer Gerätekomponenten mit Trockeneisreinigung


3D-gedruckte medizinische Implantate: Nachbearbeitung auf dem nächsten Level

Der 3D-Druck revolutioniert die Herstellung personalisierter medizinischer Implantate. Doch auch hier entstehen im Druckprozess oft feine Grate oder unerwünschte Oberflächenstrukturen, die entfernt werden müssen. Gerade bei additiv gefertigten Komponenten ist die Nachbearbeitung eine Herausforderung, da die filigranen Gitterstrukturen und komplexen Formen schwer zugänglich sind.

Trockeneisstrahlen bietet die perfekte Lösung für das Entgraten von 3D-gedruckten medizinischen Implantaten. Die Trockeneispartikel können in feinste Zwischenräume vordringen und Grate entfernen, ohne die empfindliche gedruckte Struktur zu beschädigen. Dies ist entscheidend, um die Biokompatibilität und mechanische Integrität der Implantate sicherzustellen.

Entgraten von 3D-gedruckten medizinischen Implantaten mit Trockeneisstrahlen


Vielfältige Materialien, eine Lösung

Die Vielseitigkeit des Trockeneisstrahlens zeigt sich auch in der Bandbreite der Materialien, die bearbeitet werden können. Dazu gehören:

  • Kunststoffe: PBT, Acetal, Nylon, LCP, ABS, PP, PEEK

  • Metalle: Titan, Edelstahl, Nitinol

  • Additive gefertigte Komponenten (3D-Druckteile)

Das Trockeneisstrahlen stellt somit eine zuverlässige und kosteneffiziente Methode dar, um höchste Qualitätsanforderungen in der Medizintechnik zu erfüllen und die Produktion von hochwertigen und sicheren Medizinprodukten zu optimieren.

Ihre Kontaktperson

Christiane Rach

Christiane Rach

Marketing Manager D-A-CH

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