Warum ist ESD ein Problem im Reinraum?
In den Reinräumen der Medizintechnik ist der Schutz vor Verunreinigungen entscheidend. Eine oft unsichtbare, aber gefährliche Bedrohung ist die elektrostatische Aufladung (ESD).
Reinräume sind besonders anfällig für elektrostatische Aufladungen, da die hocheffiziente Luftfiltration den natürlichen Ionengehalt der Luft reduziert und die geringere Luftfeuchtigkeit die elektrostatische Ausgleichsmöglichkeit der Reinraumluft verringert.
Hauptursachen für ESD:
Triboelektrische Aufladung: Reibung, Bewegung und Trennung von Materialien (auch Reinraum-Handschuhe) erzeugen Ladungen.
Induktion: Geladene Objekte erzeugen ein Feld, das Ladungen auf andere, geerdete Objekte induzieren kann. Isolierende Materialien wie Kunststoffe, Quarz, Keramik und Glas behalten Ladungen sehr lange.
Gefahren von ESD:
Zerstörung empfindlicher Medizinalteilen (ESD-Schäden): Schon geringe Spannungen (ab ca. 30 Volt) können Teile beschädigen oder zerstören. Diese Schäden sind oft unsichtbar und können erheblichen Schaden anrichten, wenn sie zu spät entdeckt werden.
Partikelanziehung und Kontamination: Geladene Oberflächen wirken wie ein Magnet und ziehen Staub und Partikel aus der Luft an, was dem Reinraumziel widerspricht und zu Defekten führt.
Störungen von Produktionsmaschinen: ESD kann zu Fehlfunktionen mikroprozessorgesteuerter Maschinen führen, die oft fälschlicherweise als Softwarefehler interpretiert werden, was zu Produktionsausfällen führt.
Lösung: Ionisationsstäbe zur effektiven Entladung
Um elektrostatische Aufladungen zu neutralisieren, sind Ionisationssysteme entscheidend. Sie produzieren positive und negative Luftionen, die Ladungen neutralisieren, egal wo sie entstehen.
SimcoION bietet Stäbe für höchste Reinheitsanforderungen, welche auch in Class 1 eingesetzt werden können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass elektrostatische Aufladungen eine unsichtbare, aber kostspielige Kontaminationsquelle in Reinräumen darstellen. Ihre Kontrolle durch fortschrittliche Ionisationslösungen ist ein entscheidender Bestandteil eines umfassenden Kontaminationskontrollprogramms in der Medizintechnik.